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„Ich in Dir und Du in mir!“     Gedanken zu Johannes 15

Am 12. Januar 2026

Von Claudia Printz – Gedanken zu unserem Leitvers im Pfarrfrauenbund, Johannes 15,7:

„Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.“

Diese Worte gehören in den Zusammenhang der Worte Jesu vom Weinstock und den Reben. Zu meiner Aussendungsfeier nach der Bibelschulausbildung wurde mir Joh. 15,5 zugesprochen: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Wie passend! Ich stamme aus einer Gegend, in der viel Wein angebaut wird, dem Markgräflerland. Mein Onkel und jetzt meine Cousine haben ein Weingut. Ich war als Kind und Jugendliche jedes Jahr mit Eifer beim „Herbsten“, der Weinlese, dabei und habe es geliebt.

Es war nach dem letzten Abendessen, das Jesus auf dieser Erde hatte. Er sprach von seinem bevorstehenden Leiden und Sterben und von ihrer Zukunft. Dabei setzte er das Abendmahl ein.

Joh. 14,27: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ Jesus möchte seine Jünger stärken und sagt ihnen auch, dass er nicht mehr viel mit ihnen reden wird (Vers 30). Danach brechen sie auf. Sie verlassen den Raum, in dem sie miteinander gegessen haben. (Vers 31b „Steht auf und lasst uns von hier weggehen“)

Als nächstes lesen wir dann im Johannesevangelium die Gedanken Jesu über Weinstock, Rebe und das Frucht bringen (Joh. 15, 1-17) Ich stelle mir vor, dass Jesus mit den Jüngern bereits im Garten Getsemane angekommen ist. Dort wuchsen vermutlich nicht nur Olivenbäume, sondern auch Weinstöcke. Jesus macht hier mit einem letzten Bild deutlich, wer er ist.

„Ich bin das Brot des Lebens, ich bin das Licht der Welt, ich bin der gute Hirte, ich bin die Tür, ..„- wir kennen die sieben „Ich bin-Worte“ gut. Spannend, dass Jesus als erstes Bild vom Brot spricht und als letztes vom Weinstock! Jesus hätte auch sagen können: „Ich bin der Baum, ihr seid die Zweige!“ Aber er nimmt das Bild des Weinstocks. Er ist das Brot des Lebens- und er ist in Brot und Wein im Abendmahl gegenwärtig und gibt uns, was wir zum Leben und zum Sterben brauchen.

Jesus sagt: „Ich gehe“ und seinen Jüngern gibt er ein Bild vom Bleiben. Was gibt es dabei Schöneres als ein Bild aus der Natur, denn jeder sieht sofort, was mit einer Rebe passiert, wenn sie getrennt neben dem Weinstock liegt: sie verwelkt und verdorrt und sie wird nutzlos, weil sie keine Frucht mehr bringen kann.

Seit ein alter Pfarrer einmal bei einem Besuch innig betete, dass unser Leben doch Frucht bringen möge, ist mir dieses Anliegen hängengeblieben und mein Gebet geworden. Denn wenn die Rebe keine Frucht bringt, wird sie weggenommen. Viele Jahre habe ich missverstanden, worum es beim Frucht-Bringen geht. Ich habe mich angestrengt, versucht Gutes zu tun, mich in der Gemeinde einzusetzen und das zu tun, was von einem Christen oder von einer Pfarrfrau oder von einer guten Ehefrau erwartet wird. Ich habe auf die Frucht gesehen.

Wenn ich den kompletten Text Johannes 15,1-17 lese, gibt es ein Wort, das noch häufiger vorkommt als Frucht (8mal), nämlich bleiben (9) und Liebe/lieben(9)!

Christuspavillon Kloster Volkenroda von Andreas Felger

Ich habe mich gefragt, warum unsere Gründerinnen sich wohl den Vers 7 als Leitwort gegeben haben. War es vielleicht auch deshalb, weil sie verstanden hatten, wie groß die Gefahr für eine Pfarrfrau ist, eine „Schafferin“ zu sein? Und dass es eigentlich auf etwas ganz anderes ankommt? Denn es heißt nicht nur, dass der weggeworfen wird, der keine Frucht bringt. In V 6 lesen wir: „Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen…“, und schon vorher heißt es (V 4): „Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.“  Das Versprechen Jesu ist: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Gute Frucht entsteht dort, wo ein Mensch mit Jesus verbunden bleibt. Und ich möchte sagen, die entsteht automatisch. Da muss ich nichts besonderes tun. Vielleicht nur das eine, und das ist genau unser Vers 7: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 

Dreimal Bleiben:

  1. In Jesus bleiben

In Jesus als Person bleiben- wie sieht das aus?

Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bewahrt, dann gilt:

Ihr dürft bitten, was immer ihr wollt – und eure Bitte wird erfüllt werden. (Basisbibel).

In Jesus bleiben bedeutet also, mit Jesus fest ver-bund-en bleiben. Hier spielt Jesus auf den Bund an, den er gerade den Jüngern vorgestellt hat: ein neuer Bund, nicht mehr geschlossen durch das Blut eines Opfertieres, sondern durch sein eigenes Blut. Wer in Jesus bleibt, verlässt sich auf die Zugehörigkeit zu Jesus, weil Jesus durch seinen Opfertod am Kreuz den Bund geschlossen hat.

Darum feiern wir auch als Pfarrschwestern miteinander immer wieder das Abendmahl auf unseren Tagungen. Oder wir feiern es mit unseren Gemeinden und vergewissern uns, dass wir in diesem Bund mit Jesus, mit dem dreieinigen Gott stehen. Wir sind und bleiben mit dem Weinstock Jesus fest verbunden.

Und darum finde ich auch unseren Namen „Pfarrfrauenbund“ bis heute schön und wichtig. Das ist nicht der entscheidende Bund, auch nicht zwingend ein Bund fürs Leben, aber wir erinnern uns daran, dass wir uns verbunden haben und nicht je nach Lust und Laune bleiben oder gehen.

In Jesus bleiben- wie sieht das im Alltag aus? Dieser Tage saß ich in meinem Zimmer und habe versucht, vor Jesus zur Ruhe zu kommen. Die Woche hatte wieder begonnen und tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Dinge, die zu erledigen waren, Menschen, für die ich beten wollte und sollte- und zwischendurch die leise Stimme Jesus: „Bleib einfach bei mir. Konzentriere Dich einfach mal darauf, dass ich jetzt da bin und Zeit für Dich habe. Du darfst in meiner Nähe sein und es geht jetzt nur um uns zwei.“ Oh, das war nicht leicht, aber so wohltuend. Und schließlich konnte ich sagen: „Ja, Herr Jesus, ich in Dir und Du in mir. Amen.“

2. Die Worte Jesu sollen in uns bleiben

Simultankirche in Brauneberg an der Mosel

Eine Kirche des Wortes bleiben- Menschen des Wortes bleiben. Das ist das Anliegen, das in der Evangelischen Kirche schon immer galt und heute immer noch entscheidend ist. Wir leben in einer Zeit, in der es mehr deutsche Bibelübersetzungen und -übertragungen denn je gibt und man das Wort Gottes als Hörbuch und wie auch immer wahrnehmen kann. Gleichzeitig sprechen wir von der jungen Generation als „Generation Lobpreis“, weil sie ihre Beziehung zu Gott teilweise mehr in Anbetung, Gesang und der Musik pflegt als im Lesen und Studieren seines Wortes.

Es begegnen uns überall eine Fülle an menschlichen Weisheiten, wir hören sie im Laufe des Lebens und manche eignen wir uns auch an. Alles immer wieder am Wort Gottes zu prüfen, bleibt eine große und wichtige Aufgabe.

Wenn dabei mein Fokus auf dem Wort Gottes ist, richtet sich mein Blick immer wieder auf das, was wirklich wichtig ist: „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe.“ (Vers 12) Liebe zu Gott und Liebe zu meinem Nächsten, weil ich von Gott geliebt bin, darauf lässt sich alles immer wieder zurückführen.

3. Wir sollen im Gebet bleiben

Bisher hatten die Jünger Jesus direkt gesehen und waren drei Jahre lang mit ihm unterwegs. Sie konnten jederzeit mit ihm sprechen. Das soll sich nicht ändern, auch wenn Jesus nicht mehr mit ihnen sichtbar läuft, isst und das Leben teilt. Wie wird das sein, wenn Jesus weg ist? Die Jünger hatten ja nicht wirklich damit gerechnet, dass es passieren würde. Jesus hat sie aber darauf vorbereitet. Und ein Punkt, den er klar macht, ist, dass sie Bitten haben werden. Es wird nicht so sein, dass Jesus unsichtbar über ihnen schwebt und alles Unheil von ihnen abfängt wie ein Iron Dome, oder dass die Jünger eine Dauerversorgung mit allem Lebensnotwendigen haben wie bei einem Dauerkatheder. Nein, zum Leben in der Nachfolge Jesu, zum Leben nach Jesu Himmelfahrt, gehört, dass seine Jünger beten. Dass wir uns mit unseren Anliegen an ihn wenden.

Was sollen wir beten? Hier steht, wir dürfen beten, was wir wollen.

Für einen willensstarken Menschen, wie es die meisten von uns Pfarrfrauen sind, ist das eine Herausforderung. „Wenn wir nur genug beten, dann wird der Mensch gesund!“ „Wir wollen fest dafür beten, dann kommen auch wieder mehr Kinder in den Kindergottesdienst!“ Kennen wir solche Sätze?

Erinnert ihr euch aber vielleicht auch an Gebete, von denen ihr hinterher dachtet: „Warum habe ich das gebetet? Das war mein Wille- und er war nicht unbedingt gut…“ Manchmal haben wir allzu menschliche Motive oder ein stolzes Herz beim Beten.

Wenn bei Fußballspielen in beiden Mannschaften Spieler oder Fans sind, die um einen Sieg beten- auf wen soll Gott da hören? Diese Frage mag noch kindisch sein. Spätestens wenn es aber um Krieg geht und jede Seite um den Sieg betet, wird es klar, dass das hier nicht gemeint sein kann. Dass der größere Dickkopf oder der fleißigere Beter gewinnt, also erhört wird- so ist es nicht.

„Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bewahrt, dann gilt: Ihr dürft bitten, was immer ihr wollt – und eure Bitte wird erfüllt werden.“ (Basisbibel).

Vielmehr ist mir wichtig geworden, dass das Verbunden-Sein mit Jesus und das Leben aus dem Wort Gottes immer mehr dahin führt, dass wir ehrlich beten: „Dein Wille geschehe!“ Welche ist die Bitte im Vater Unser, mit der die meisten Menschen ihre Schwierigkeiten haben? Genau diese: Dein Wille geschehe. Aber je mehr ich in der Liebe Jesu bin, je mehr ich Gottes Wort studiere und Zusammenhänge verstehe, je mehr der Heilige Geist bei mir Eigenwillen und Sturheit aufdecken kann und mein Herz erneuert, desto leichter fällt es mir zu beten „Dein Wille geschehe!“ Und dann wird diese Einladung verständlich: „Ihr dürft bitten, was ihr wollt!“ – weil unser Wille sich am Willen Gottes orientiert. Und dann erhört Gott auch gerne unser Gebet.

„So Gott will…“ wird dann nicht zur Floskel, sondern zu einem ehrlichen Wunsch, der aus unserem Mottovers in Johannes 15,7 entspringt. Und mein Tagwerk beginne ich mit den Worten „Ich in Dir und Du in mir!“             AMEN

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